Straddle-Strategie

>Die Straddle-Strategie ist eine sehr beliebte Strategie im herkömmlichen Options-Handel, bei der eine Call– und eine Put-Option zum gleichen Preis und mit der gleichen Laufzeit gekauft werden.

Viele Händler, die auf Binäre Optionen umsteigen, fragen sich, wie sie die Straddle-Strategie auf Binäre Option übertragen können, und ob sie sie anpassen müssen.

Was ist eine Straddle-Strategie?

Beim herkömmlichen Options-Handel wird die Straddle-Strategie eingesetzt, wenn ein Händler eine starke Bewegung bei einem Wert erwartet, sich aber nicht sicher ist, in welche Richtung diese verlaufen wird. Indem der Händler eine Call- und eine Put-Option zum aktuellen Preis kauft, kann er von der Kursbewegung in jedem Fall profitieren, ganz egal in welche Richtung sie verläuft. Ist die Bewegung groß genug, deckt der Ertrag der einen Option die Kosten der anderen und bringt zusätzlich einen nennenswerten Gewinn.

Nehmen wir als Beispiel an, dass für eine Aktie heute der vierteljährige Geschäftsbericht vorgestellt wird. An diesen Bericht sind gewisse Erwartungen geknüpft.

Nehmen wir weiter an, ein Händler erwartet, dass der Preis der Aktie deutlich steigen wird, wenn die Erwartungen erfüllt werden, und deutlich fallen wird, wenn sie nicht erfüllt werden. Das ist die ideale Voraussetzung für den Einsatz eines Straddle. Indem der Händler eine Call- und eine Put-Option zum gleichen Preis kauft, kann er beide Möglichkeiten abdecken und die starke Bewegung, die der Bericht erzeugen wird, nutzen.

Die Straddle-Strategie bei Binären Optionen

Es ist nicht ganz einfach, die Straddle-Strategie auf Binäre Optionen zu übertragen. Versucht ein Händler den Straddle einzusetzen, indem er Hoch-oder-Tief-Optionen in beide Richtungen und mit der gleichen Laufzeit kauft, bekommt er Schwierigkeiten.

Das Problem bei der Umsetzung der Straddle-Strategie mit Hoch-oder-Tief-Optionen ist, dass der mögliche Gewinn bei Binären Option festgelegt wird und nicht von der Größe der Bewegung abhängt. Deswegen kann die Option im Geld nicht den Verlust der zweiten, verlorenen Option ausgleichen.

Schauen wir uns dieses Problem mathematisch an: Der mögliche Gewinn einer Hoch-oder-Tief-Option liegt in aller Regel zwischen 70 Prozent und 90 Prozent. Mit der Straddle-Strategie werden Sie 50 Prozent Ihrer Trades gewinnen. Das bedeutet, wenn Sie diese Strategie eine Zeit anwenden haben Sie im besten Fall noch 190% x 0,5 = 95% Ihres Ausgangskapitals zur Verfügung. Mit anderen Worten, wenn Sie die Straddle-Strategie mit Hoch-oder-Tief-Optionen umsetzen, werden Sie Geld verlieren.

Welche Alternativen gibt es?

Um die Straddle-Strategie effektiv mit Binären Optionen einsetzen zu können, müssen Sie mehr als 100 Prozent gewinnen, wenn Ihre Prognose eintritt. Eine Möglichkeit dazu ist die Touch-Option. Mit der Touch-Option können Sie bis zu 500 Prozent gewinnen, wenn Ihre Prognose eintritt.

Allerdings ist der Strike-Kurs, also der Ziel-Preis, in der Regel weit vom aktuellen Kurs entfernt. Wenn Sie eine große Bewegung erwarten, allerdings nicht wissen, in welche Richtung, können Sie die Straddle-Strategie einsetzen und Touch-Optionen in beide Richtungen kaufen. Ist Ihre Prognose richtig und berührt der Preis eine der beiden Optionen, wird der Gewinn der einen Option den Verlust der anderen mehr als ausgleichen.

Die einfachste Möglichkeit, die Straddle-Strategie mit Binären Optionen einzusetzen, ist allerdings der Kauf einer Boundary-Option. Die Boundary-Option definiert eine obere und eine untere Preisgrenze. Sie können vorhersagen, dass der Kurs eines Werts diese Grenzen verlässt. Haben Sie Recht, gewinnen Sie den Trade und bekommen ihren Gewinn ausgezahlt.

Die Boundary-Option funktioniert also wie ein Straddle, ohne dass Sie zwei Optionen kaufen müssen.

Wenn Sie vorhaben Boundary-Optionen zu handeln, achten Sie bei der Auswahl Ihres Brokers darauf, dass dieser auch Boundary-Optionen anbietet. Wir haben für Sie eine List emit den besten Brokern zusammengestellt, die Boundary-Optionen anbieten.

Straddle-Strategie
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