Technische Analyse bei Aktien und im Termingeschäft

Viele neue Händler fragen sich, ob es einen Unterschied zwischen der Anwendung der Technischen Analyse bei Aktien und der Anwendung bei Termingeschäften gibt. Die Antwort ist: Ja und nein. Zwar bleiben die Grundlagen der Technischen Analyse unabhängig vom Markt, auf den sie angewendet werden, gleich. Dennoch gibt es einige signifikante Unterschiede, die jeder Händler kennen sollte, um in allen Märkten erfolgreich sein zu können.

Ursprüngliche wurde die Technische Analyse dazu entwickelt, Preisbewegungen bei Aktien vorherzusagen. Später wurden diese Methoden auch auf das Termingeschäft übertragen. Die wichtigsten Werkzeuge sind daher die gleichen.

Sie können Candlestick Formationen, technische Indikatoren, Trendanalyse usw. sowohl bei Aktien als auch im Termingeschäft einsetzen. Wenn Sie wissen, wie man diese Methoden bei Aktien oder im Termingeschäft einsetzt, können Sie sie ohne weiteres auch auf die andere Seite übertragen.

Dennoch sind Aktien und das Termingeschäft unterschiedliche Anlageformen mit teilweise sehr individuellen Besonderheiten. Deswegen müssen Sie in manchen Gebieten auch unterschiedlich behandelt werden.

Der Unterschied zwischen Technischer Analyse in Aktien und im Termingeschäft

Der wichtigste Unterschied zwischen der Technischen Analyse bei Aktien und bei anderen Futures liegt in den bevorzugten Instrumenten, die eingesetzt werden, um zukünftige Preisbewegungen vorherzusagen. Auch wenn die meisten Mittel der Technischen Analyse sowohl bei Aktien als auch bei Futures eingesetzt werden, werden sie in der Regel nicht auf die gleiche Weise eingesetzt.

Beispielsweise entwickeln sich Chartformationen beim Handel mit Rohstoffen meist weniger ausgeprägt als bei Aktien. Händler von Rohstoffen verlassen sich deswegen stärker auf kurzzeitige Indikatoren.

Während bei Aktien der Einsatz eines 200-tägigen gleitenden Durchschnitts durchaus Sinn machen kann, ist dieses Zeitfenster im übrigen Termingeschäft in der Regel viel zu lang, um sinnvolle Vorhersagen zuzulassen. Mit einem 14-tägigen gleitendem Durchschnitt erhalten Sie hier in der Regel bessere Ergebnisse.

Außerdem verlassen sich Technische Analysten beim Handel von Aktien sehr stark auf Indikatoren für Marktstimmung und die Entgegengesetzte Meinung. Indikatoren für Marktstimmung versuchen herauszufinden, was wichtige Gruppen wie Banken, Fonds und die Händler an den Börsen gerade tun.

Contrary-Opinion-Indikatoren versuchen die Stimmung des ganzen Marktes zu messen, nehmen an, dass die Mehrheit der Investoren in der Regel falsch liegt und prognostizieren daher das Gegenteil dessen, was die Mehrheit annimmt. Mit anderen Worten: Wenn die Mehrheit der Händler von steigenden Preisen ausgeht, sind sinkende Preise wahrscheinlicher.

Technische Analysten im Rohstoff- und Währungsmarkt stützen sich daher stärker auf eine „reinere“ Form der Technischen Analyse: Trendanalyse, Candlestick-Formationen und klassische Technische Indikatoren wie Geglättete Durchschnitte oder den RSI.

Wird die technische Analyse auf Aktien angewendet, spielt auch die Analyse des Geldflusses eine große Rolle. Dabei wird untersucht, ob gerade Geld aus dem Wertpapier heraus oder hinein fließt. Einige Händler nehmen an, dass je mehr Geld Banken und anderen großen Investoren wie Fonds gerade zur Verfügung steht, das Potential für steigende Kurse steigt.

Diese Theorie lässt sich nicht auf Währungen oder Rohstoffe übertragen, weil es hier keine Investoren gibt, die freies Kapital zwingend investieren müssen.

Außerdem können Aktieninvestoren die Performamce einer einzelnen Aktie mit der Performance des Gesamtmarktes bzw. den direkten Konkurrenten des Unternehmens vergleiche. Für alle übrigen Terminmarktgeschäfte gibt es diese Vergleichsmöglichkeit nicht. Öl, Gold und der Dollar befinden sich alle in einer eigenen Gruppe und können nicht mit anderen Werten verglichen werden.

Als Händler müssen Sie diese Unterschiede kennen und verstehen. Vor allem müssen Sie sie dann bedenken, wenn Sie Ihre Handelsstrategie auf eine neue Gruppe Wertpapiere übertragen.Wenn Ihre Strategie mit Aktien gut funktioniert, bei Währungen aber Probleme hat, könnte dies an den Unterschieden zwischen den Wertpapieren liegen. In so einer Situation kann ein erfahrener Händler seine Strategie entweder anpassen oder wieder aufhören, in Währungen zu investieren.

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